Montag, 18. Oktober, 18–19.30 Uhr 
ARTIVISM READING GROUP #2
Ort heute Zoom only!!
Sprache Englisch/Deutsch
Aktueller Text Donna Haraway, Staying with the trouble, Chapter 2
Detailinfo hier

Mittwoch, 21. Oktober, 15-17 Uhr
REPAIR TOGETHER / OFFENES ATELIER #3

Ort Unterrichtsräume Heiligenkreuzerhof
Detailinfo hier
Aktueller Repair Fokus Mending
Mitzubringen Objekte für Reparatur, Arbeitsmaterialen und Werkzeuge

Mittwoch, 21. Oktober, ab 17 Uhr
AGORA / SCHWARZER TISCH / KLASSENZIMMER*

Ort Unterrichtsräume, Heiligenkreuzerhof
Detailinfo Ab 17 Uhr wird der Arbeitstisch für mitgebrachtes Essen geräumt und das Atelier in eine/n open end AGORA / SCHWARZER TISCH / KLASSENZIMMER* überführt. Themen, die in den vorangegangenen Walks, Ausstellungsbesuchen und Workshops erstmals angesprochen wurden, finden hier mitsamt den eigenen zwischenzeitlichen Reflexionen eine Fortsetzung. Das Versammeln in der Runde soll Möglichkeit für weiterführendes Sprechen, Austausch, Diskussionen, Vernetzung, Filmeschauen und das Planen künftiger Repair-Veranstaltungen und -aktionen sein. Und vieles mehr.
*to be decided after poll

Samstag 6. November 2021, 11-13 Uhr
ZEICHNEN IST POLITISCH
mit Mekhala Dave und Elka Krajewska

Ort Klassenräume im Heiligenkreuzerhof
Sprache Englisch
In Kooperation mit Akademie der bildenden Künste Wien, kunst.schule wien, SOHO in Ottakring, VBKÖ sowie dem Verein Solidarity Matters
Bitte um Anmeldung: r.sircar@akbild.ac.at

Die Workshopreihe Zeichnen ist politisch verbindet aktuelle emanzipierende zeitgenössische Zeichenpraxen, die künstlerischen Selbstausdruck, politische Artikulation und solidarische ästhetische Praxis verknüpfen, mit aktualisierender Erinnerungsarbeit an das Wirken von Gerda Matejka-Felden (1901–1984), die an der Akademie der bildenden Künste Wien als erste Frau ab 1947 zuerst außerordentliche Professorin und dann zwanzig Jahre später als ordentliche Professorin war. Matejka-Felden gründete an der Volkshochschule Ottakring die Fachgruppe Zeichnen und Malen für Arbeitslose und Ausgesteuerte. Ab 1946 leitete sie an der Akdemie die Meisterschule für Kunsterziehung, das heutige Institut für das künstlerische Lehramt und initiierte den Verein Künstlerische Volkshochschule, aus dem die Wiener Kunstschule hervorging. Matejka-Felden nutzte Räumlichkeiten im Souterrain der Akademie der bildenden Künste Wien, um jene in Zeichnen und Malen zu unterrichten, denen die Prüfungskommission das Studium an der Akademie verwehrt hatte. Die kunst.schule wien setzt heute eine öffentlich zugängliche Kunstausbildung ohne Zulassungsprüfung, der politischen Haltung von Gerda Matejka-Felden folgend, mit zeitgenössischen künstlerischen Orientierungen fort. 
Zeichnen macht es möglich, auch in beengtem Raum und mit geringen ökonomischen Ressourcen künstlerisch und politisch tätig zu sein. Zwischen dem Zeichnen und der historischen Frauenbewegung gibt es viele Zusammenhänge. Viele der Frauen, die vor 100 Jahren an der Akademie zu studieren begonnen haben, waren Zeichnerinnen. Auch in der Settlement Bewegung gibt es hier mit Marie Lang eine Überschneidung. Sie setzte sich für Frauenrechte ein und engagierte sich für Zeichenkurse als Praxis der Emanzipation für zukünftige Lehrerinnen und für Arbeiterinnen. In der Person von Gertrud Kraus, die bei ihrem Unterrichten Tanz, Malerei und Zeichnen zusammenbrachte, gibt es Verbindungen zur radikalen Ästhetik der Wiener Tanzmoderne und zur modernen israelischen Tanzkultur, die aktuell von Isa Rosenberger, Senior Lecturer am Institut für das künstlerische Lehramt mittels künstlerischer Forschung untersucht werden.
In dieser politischen künstlerischen Tradition von Selbstermächtigung und Selbstausdrucks durch das Zeichnen stehen aktuelle Arbeiten von in Wien lebenden Künstler*innen. Veronika Dirnhofer hat 2015 die MORE Initiative für unbegleitete geflüchtete Jugendlichte initiiert, aus der der Verein Solidarity Matters hervorgegangen ist. Der ghanaische, in Wien lebende Maler Amoako Boafo hat Zeichenunterricht zur Aufarbeitung von Traumaerfahrungen für BPoC Frauen* in der VBKÖ gegeben. 
Zeichen ist politisch ist eine einjährige Workshopreihe, die ein Jahr lang kontinuierlich Aufbauarbeit leistet, einen Zeichenkreis aufzubauen und Institutionen miteinander zu vernetzen, die mit emanzipierender künstlerischer Praxis befasst sind. Migrantisch und diasporisch positionierte Künstler*innen, wie Negine Rezaie, Marwa Eliana Otta, Hansel Sato, Petja Dimitrowa, und Zarah Mirza werden im Rahmen von Zeichen ist politisch Workshops geben.

Klasse für Alle freut sich, Teil der Reihe zu sein!