Kompostiert mit uns!

Orte
Kompostgarten im Innenhof der Universität für angewandte Kunst (Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 Wien)
Studio der Klasse für Alle im Heiligenkreuzerhof, Schönlaterngasse 5, Stiege 8, Erdgeschoß
Feldversuche Hügelbeet: Kleine Stadtfarm, Naufahrtweg 14a, 1220 Wien

ÜBER

Selbst eine verwundete Welt ernährt uns. Selbst eine verwundete Welt hält uns fest und schenkt uns Momente des Staunens und der Freude. Wir müssen dieses Geschenk erwidern. (Robin Wall Kimmerer in „Braiding Sweetgrass. Indigenous Wisdom, Scientific Knowledge and the Teachings of Plants”)

Im Frühling kehren wir zum Komposthaufen und dem Garten zurück, um Robin Wall Kimmerers Aufruf zu folgen, unsere Verbindung zur (natürlichen) Welt kontinuierlich zu erneuern. Kompostieren bedeutet, sich in ökologische Kreisläufe einzufügen – wir üben uns darin, unsere organischen Stoffe sorgfältig zu behandeln, das zu schätzen, was nährend ist, und die Wechselbeziehung zwischen Verfall, Transformation und Wachstum zu erkennen. Wir üben dies auf einer alltäglichen Basis.
Kompostieren ist eine körperliche Praxis, die uns mit der Welt verbindet.
Kompostieren ist Fürsorge – es entwickelt ein Gefühl für Kontinuität, das Aufmerksamkeit, Präsenz, Feierlichkeit und Anwesenheit erfordert. Beim Kompostieren nehmen wir wahr, was da ist, was entsteht, in einer Beziehung der Gegenseitigkeit.
Kompost zu pflegen bedeutet, Beziehungen zu pflegen: Kompostieren ist Lernen-von und Lernen-mit: Menschen, Böden, Gärten, der mehr als menschlichen Welt.
Kompostieren als eine Form der Pflege ist eingebettet in politische, spirituelle, körperliche und ökologische Handlungen. Sich um Kompost zu kümmern bedeutet, sich gegen die kapitalistische Weltordnung zu stellen, die auf Kolonialismus, Imperialismus, Rassismus, Unterdrückung, Ökozid und Genozid aufgebaut ist.
Kompostieren als Mit-lernen und Fürsorge bedeutet, in Kontakt zu treten, aber auch mehr: Es bedeutet, aktiv zu werden.
Kompostieren ist (ökologischer) Widerstand, Regeneration und Reparatur. (A.L.)

*Das compost collective ist ein offenes Kollektiv. Wer sich aktiv an Komposttagen und der Kompostpflege beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen, mitzumachen! Die Mitglieder des Kollektivs übernehmen die Verantwortung für den Bio-Kompostgarten im Hof der Angewandten am Oskar-Kokoschka-Platz. Außerdem organisieren und betreuen sie Kompost Tage und skill sharing sessions. Wenn du Interesse hast, mitzumachen, komm zu den Kompost Tagen oder kontaktiere uns!

In der Klasse für Alle kompostieren wir seit 2022. Das compost collective wurde im Rahmen der Klimabiennale 2024 von den damaligen Kernmitgliedern Vik Bayer, Camille Belmin, Yeonwoo Chang, Kai Feldhammer, Vickie Ferreri, Nola Haag, Ivie Isibor, Andrea Lumplecker und Michael Reindel gegründet. Gemeinsam haben sie nicht nur Strategien entwickelt, um das Kompostieren in den Alltag zu integrieren, sondern praktizieren auch künstlerische Methoden im Zusammenhang mit Kompostieren, wie z. B. deep listening, Schreiben, Bewegen, Lesen, Fermentieren, Flechten und vieles mehr.

Das Programm dieses Semesters – COMPOST DAYS – wird vom Team der Klasse für Alle kuratiert und organisiert: Vik Bayer, Ivie Isibor, Raphaela Leitner, Andrea Lumplecker, oleksa shevchenko und Ritger Traag.

Kompost Tag #7
FRÜHLINGSGÄRTNERN
datum Freitag 17. April, 2026
time 14:00–17:00 Uhr
location Kompostgarten, Angewandte, Oskar Kokoschka Platz 2, 1010 Wien
mit Sigrid Gerl

Kompost Tag #8
CULTIVATING OTHERWISE – FILM SCREENING
Datum Freitag, 22. Mai 2026
Uhrzeit 14–19 Uhr
Ort Kompostgarten + Atelier der Klasse für Alle im Heiligenkreuzerhof, Schönlaterngasse 5, 1010
Kuratiert von / mit Ipek Hamzaoğlu

The Secret Garden, 2023 © Nour Ouayda

Der Garten, der seit langem als verdichtetes Abbild der Gesellschaft verstanden wird, dient als Testfeld dafür, wie Gesellschaften ihre Beziehung zu Land, Arbeit und Leben selbst wahrnehmen – ein Ort, an dem Ideen von Fürsorge, Kontrolle, Zugehörigkeit und Koexistenz auf einer intimen Ebene ausgehandelt werden. Der Garten ist mehr als nur ein Ort der Muße oder Schönheit, er offenbart, wie die Beziehungen zwischen Mensch und Erde gestaltet, organisiert und umkämpft sind. Einst als umzäuntes Paradies oder Symbol der Harmonie gedacht, wurde er später zu einem Zeichen von Macht, Besitz und politischer Ordnung. In der gegenwärtigen ökologischen Notlage taucht der Garten wieder als ein Raum auf, der eher kritische Aufmerksamkeit als Nostalgie erfordert.

Die Filme in diesem Programm betrachten Gartenarbeit als eine situative und verkörperte Praxis und nicht als romantisches Ideal. Gärten erscheinen als Räume des Überlebens, der Anpassung und der Neugestaltung, in denen postkoloniale und queere Gemeinschaften nicht nur Pflanzen, sondern auch alternative Formen des Zusammenlebens kultivieren. Mit ihrer Aufmerksamkeit für den Boden, die Körper und das überlieferte Wissen widersetzen sich diese Werke durch Langsamkeit, Wiederholung und Sorgfalt den Rhythmen der Ausbeutung. Der Garten wird nicht als fertige Form verstanden, sondern als fortlaufender Prozess, als Ort, an dem Fürsorge und Kampf aufeinandertreffen, Erinnerungen gepflegt werden und neue soziale Vorstellungswelten Wurzeln schlagen, fragil, provisorisch und doch beharrlich lebendig.

Wir werden die folgenden Filme anschauen:
Ma: Space/Time in the Garden of Ryoan-Ji (1989) von Takahiko Iimura und Arata Isozaki
Cruising (2024) von Nadir Sönmez
The Secret Garden: A Tale in Eight Chapters (2023) vom Nour Ouayda

und aus folgenden Texten lesen:
Pharmacopoeia (2022) by Derek Jarman
und
On the Necessity of Gardening: An ABC of Art Botany and Cultivation (2021), hg. von Laurie Cluitmans

ARCHIV

Deep Gardening #5
KOCHEN, ESSEN, SEED EXCHANGE
Datum Samstag, 28. März 2026
Uhrzeit 9–16:30 Uhr
Ort Donau (genauer Ort wird noch bekanntgegeben) und
Feldversuche Hügelbeet, Kleine Stadtfarm, Naufahrtweg 14a, 1220 Wien
mit Sigrid Gerl, Nikolaus Eckhard, Andrea Lumplecker

Wir werden diesen Frühlingstag in, um und zwischen der Kleinen Stadtfarm und der Donau verbringen, um das Erwachen und das Neuwerden der Natur, des Wassers und des Bodens zu erleben.
Wir beginnen den Tag mit einer morgendlichen Kanufahrt auf der Donau, geführt von Nikolaus. Später wird Sigrid uns auf einen Spaziergang rund um die Farm führen, um Pflanzen genau zu betrachten und ihnen aufmerksam zuzuhören. Wir werden Kräuter für unser Mittagessen sammeln und von den vielfältigen (Pflanzen-)Gemeinschaften auf der Kleinen Stadtfarm sowie voneinander zu lernen. Eine Saatguttausch und ein gemeinsames Mittagessen runden den Tag ab.

Die Plätze für die Kanufahrt sind begrenzt, wir bitten um Anmeldung! Es ist auch möglich, erst ab Mittag auf der Kleinen Stadtfarm teilzunehmen!

Weitere Details zu beiden Tagen werden noch bekanntgegeben.

Kompost Tag #6
SPRING COMPOSTING
Datum Freitag, 27. März 2026
Uhrzeit 11–17 Uhr
Ort Kompostgarten, Hof im Hauptgebäude der Angewandten, Oskar Kokoschka Platz 2, 1010 Wien
mit Sigrid Gerl & Cultural Hybrid Collective

© Beatrice Aimée, Cultural Hybrid Collective
compost care #11, March 2025 ©Andrea Lumplecker


Die Triebe sprießen aus der Erde, ebenso wie die Komposttage.
Gerne kümmern wir uns zusammen mit Sigrid Gerl (Biologin und Gärtnerin, Kleine Stadtfarm) am Vormittag (ab 11 Uhr) um den Komposthaufen und den umliegenden Garten. Wir schauen, was im Garten bereits wächst, wie sich Kompost und Garten verändert haben und wo sie unsere Aufmerksamkeit brauchen.
Nach einer Mittagspause (Snacks werden von der Klasse für Alle zur Verfügung gestellt) leiten Mitglieder des Cultural Hybrid Collective, bekannt von der jüngsten Ausstellung (re)member im Kunstraum Mezekere, einen Workshop, in dem wir Lehm (de)formieren, der aus den Schichten der Stadt, in der wir leben, ausgegraben wurde. Rückstände der wachsenden Infrastrukturen der Stadt werden wieder an die Oberfläche gebracht, in einen neuen Lebenszyklus über der Erde.
In dieser Kompost-Session schaffen wir Raum, um über den Aufbau von Gemeinschaft und Kontinuität nachzudenken, um Erde und Erinnerung zu berühren und uns mit der Kreislaufnatur

Kompost Tag #5
SONNENWENDE – UNTER DER OBERFLÄCHE

Datum Freitag, 19. Dezember 2025
Uhrzeit 14–19 Uhr (Gemeinsames Essen ab 17 Uhr)
Ort Start im Kompostgarten Oskar Kokoschka Platz 2, Innenhof + später im Atelier der Klasse für Alle im Heiligenkreuzerhof, Schönlaterngasse 5, 1010
mit Ivie Isibor & Sedjro Mensah
Praktisches Bringt, wie immer, euren Kompost! Bitte warme Kleidung und warme Schuhe anziehen! Wir beginnen im Kompostgarten und gehen später ins Studio im Heiligenkreuzerhof. Feierliches Essen ab 17 Uhr!

©Andrea Lumplecker

Unter dem Vorwand der Sonnenwende – einer kosmologischen Schwelle, die in der europäischen Imagination oft mit Furcht und Dunkelheit verbunden ist – fragen wir uns, was es bedeutet, unsichtbar zu werden.
Nicht als Abwesenheit, sondern als Verschiebung: ein Abstieg in andere Formen des Seins, der Wahrnehmung und Relation. Wir betrachten, wie das westliche Denken dazu neigt, das Ungesehene zu fürchten – und Unsichtbarkeit mit Verlust, Unklarheit oder Tod gleichsetzt – während sie in vielen afrikanischen Kosmologien, insbesondere in animistischen Traditionen, eine Übergangsform markiert: Durchlässigkeit und die Fortsetzung des Lebens in anderen Gestalten.

Diese Session wird sich als eine zufällige Reise entfalten: von der Geschichte der Abstraktion und ihrer Loslösung von der Welt der Materie, über die Tulpenmanie und ihre Echos von Spekulation und Fragilität; von Bodenpraktiken in Burkina Faso zu einem heiligen Berg aus Abfall und zum Grab von Sedjro’s Großmutter in Benin. Jeder Halt eröffnet eine andere Beziehung zu dem, was darunter liegt – Kompost, Erinnerung, Geist und Schuld. Gemeinsam werden wir Geschichten als eine lebendige Mindmap zeichnen und uns zwischen Kunstgeschichte, Ökologie und ancestral knowledge bewegen. Ziel ist es nicht, das Unsichtbare zu definieren, sondern zu erspüren, wie es durch Materialien, Gesten und Kosmologien zirkuliert – um mit dem Boden zu denken, statt über ihn.

Kompost Tag #4
TERRA PRETA

Datum Freitag, 5. Dezember 2025
Uhrzeit 14–19 Uhr
Ort Kleine Stadtfarm, Naufahrtweg 14a, 1220 Wien
mit Nikolaus Eckhard, Vik Bayer, Andrea Lumplecker
Praktisches Bitte warme Kleidung und warme Schuhe anziehen! Wir werden einen großen Teil des Nachmittags für das praktische Arbeiten im Freien verbringen. Es gibt Tee mit Kräutern aus dem Garten und ein gemeinsames warmes Essen, und einen mit Holz beheizten Innenraum für die Gespräche und zum Aufwärmen.
Anmeldungen an: klasseuferalle@uni-ak.ac.at oder DM via instagram: @klassefueralle

©Andrea Lumplecker

Eingeladen von Nikolaus Eckhard, werden wir den Kompost Tag #4 am Hügelbeet der Feldversuche auf der Kleinen Stadtfarm verbringen und zusammen Terra Preta herstellen. Neben dem praktischen Arbeiten im Garten und mit dem Feuer werden wir über Themen wie Bodenfruchtbarkeit, CO2 und den Ursprung von Terra Preta als Indigene Praxis im Amazonas Gebiet sprechen. Außerdem teilen wir Gedanken über Beziehungen zum Feuer (oder sogar zum „Pyrozän“), zur Nacht, zum Garten und seinen Wesen und darüber, wie wir gerne zusammenleben wollen. Nikolaus wird uns vor seinem Hintergrund als in und mit dem Garten arbeitender Künstler durch den Nachmittag führen, zusammen mit Vik Bayer und Andrea Lumplecker aus der Klasse für Alle.

Nikolaus Eckhard ist ein in Wien lebender Künstler, der sich auf kollaborative Skulptur und Performance sowie Film konzentriert. In seiner künstlerischen Forschungspraxis untersucht er den Informationstransfer zwischen Materialien und Körpern, um einen Blick auf die Spuren zu werfen, die unser Leben in Steinen hinterlässt. Er war Co-Leiter der an der Universität für angewandte Kunst situierten künstlerischen Forschungsprojekte Greenwashed Concrete (2020–2022) und Reverse Imagining Vienna (2021–2024). Außerdem ist er Mitbegründer der Initiative die Feldversuche, die seit 2021 lokalen und internationalen Künstler*innen die Möglichkeit bietet, sich auf einem Gemeinschaftshof in Wien mit den Themen Lebensmittelproduktion und Urbanisierung auseinanderzusetzen.

Kompost Tag #3
FEMINISMUS VERDAUEN – SINNLICHES LESEN & FERMENTATION

Datum Freitag, 21. November 2025
Uhrzeit 14–19 Uhr
Ort Kompostgarten im Innenhof der Universität für angewandte Kunst (Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 Wien) und Studio der Klasse für Alle im Heiligenkreuzerhof
mit Monja Simon, Camille Belmin

©Andrea Lumplecker

How do we nourish ourselves?
Have you ever thought about the life of your digestion?
How can we digest feminism collectively?

Digesting Feminism is a collective practice of listening, tasting, and composting, where feminist theories ferment not in books, but in bodies. Our guts, like our minds, are shaped by what we consume and how we process it. Drawing from Monja Simon’s publication Sauerkraut and her lived fermentation practice, participants are invited to taste home-fermented foods, share stories, and explore what it means to digest feminism physically, emotionally, and intellectually. This invitation to slow down, sense inward, taste and reflect makes space for collective transformation and porous knowledge-making. Inspired by Elizabeth A. Wilson’s Gut Feminism we begin from the belly — as archive, filter, and compass. We will consider digestion as a method: to hold what resists, to compost what sits heavy, to sit with what cannot be rushed. Digesting Feminism is a tender practice for anyone drawn to food, feminism, fermentation, composting and feeling.

Kompost Tag #2
PROZESSE DER WUT

Datum Friday, 7. November 2025
Uhrzeit 14–18 Uhr
Treffpunkt Kompostgarten im Innenhof der Universität für angewandte Kunst (Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 Wien)
Ort Brigittenauer Bucht (20 min Fußweg von U1 Donauinsel)
mit Frida Robles

©Andrea Lumplecker

Wir treffen uns wie geplant um 14 Uhr am Komposthaufen im Hof des Oskar-Kokoschka-Platzes (bringt euren Kompost mit!🍁🌾) für eine Aufwärm-Übung bis 14:30 Uhr. Dann brechen wir gemeinsam zur Donauinsel auf, wo wir nach unserem Workshop ein Feuer machen können, um unser Essen zuzubereiten und einige “Wut” Texte zu verbrennen.
Wir fahren mit der U1 bis Donauinsel und gehen dann gemeinsam ca. 20 min. zur BRIGITTENAUER BUCHT (während wir Gedichte lesen), wo wir um 15 Uhr in der Nähe des Wassers mit dem Workshop beginnen.
Bitte zieht euch warm an und bringt etwas zum Sitzen sowie eine Flasche mit einem warmen Getränk mit. Wir sorgen für das Feuer zum Aufwärmen und alle Zutaten für unser gemeinsames Essen: Spieße mit Gemüse und etwas Chili, dazu einen Schuss Mezcal und Orangenscheiben … wir freuen uns sehr darauf!

Dieser Workshop lädt die Teilnehmenden dazu ein, sich mit dem Konzept der „digna rabia” (“Gerechte Wut”) auseinanderzusetzen, das von der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) in ihrem Kampf gegen die unterdrückerischen und diskriminierenden Strukturen des mexikanischen Staates geprägt wurde. Am 1. Januar 1994 erhoben sich die Zapatist*innen in einer Rebellion und veröffentlichten die Erste Erklärung aus dem Lakandonischen Urwald, in der sie gemeinschaftliche Lebensweisen, Freiheit und Grundrechte wie Gesundheit und Bildung forderten.

Die gerechte Wut ist der Anspruch auf konstruktive Wut, Frustration und Zorn, die darauf abzielen, die jahrhundertelange koloniale und neokoloniale Gewalt gegen die indigenen Völker Amerikas zu beseitigen. Sie erstreckt sich auch auf den Widerstand gegen alle Formen von Autoritarismus, systemischer Ungleichheit und kultureller Auslöschung. Während dieses Workshops werden wir gemeinsam einige Texte der EZLN lesen und an einfachen Übungen teilnehmen, die sich mit verkörperter Wut und schriftlichen Ausdrucksformen von Zorn befassen. In einer Zeit, die von Schweigen, Zensur und Unterdrückung geprägt ist, tragen viele von uns Wut in unseren Körpern und Herzen. Dies wird ein Raum sein, um dieses Gefühl zu teilen und darüber nachzudenken.

Kompost Tag #1
KOMPOSTIEREN ALS EINE VIELZAHL VON TECHNIKEN
Datum Freitag, 10. Oktober 2025
Uhrzeit 14–19 Uhr
Ort Kompostgarten im Innenhof der Universität für angewandte Kunst (Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 Wien)
mit Kai Feldhammer & Anna Zett und Klasse für Performative Künste Leipzig & Cordula Fötsch (Gartenpolylog)
Praktische Hinweise Bringt Kompost für den Komposthaufen!

@Klasse für alle

An unserem ersten offiziellen Komposttag dieses Semesters werden wir uns mit verschiedenen Kompostierungstechniken beschäftigen. Kai Feldhammer wird den Tag mit einer geführten Bewegungssession eröffnen, die die Teilnehmer*innen auf körperliche und räumliche Weise mit Kompost in Verbindung bringt. Anna Zett lädt uns zu einer analytischen Improvisationssession am Komposthaufen ein. Zusammen mit der Klasse für Darstellende Kunst an der HGB Leipzig, die sie vorübergehend unterrichtet, besucht sie diese Woche Wien und ist zu Gast an der Angewandten. Wie jede große Gruppe von Menschen ist auch der Komposthaufen ein Sammelsurium verschiedener Lebensformen, Körper und Energien. Welche Bilder entstehen zwischen uns, wenn wir uns um einen Komposthaufen statt um ein Lagerfeuer versammeln? Zusammen mit den Studierenden aus Leipzig eröffnet Anna Zett einen assoziativen Raum, in dem Prozesse des Verbindens und Trennens stattfinden, die in der Gruppe bewusst werden, um dann immer wieder in die Dunkelheit des Komposts einzutauchen.
Anschließend werden wir gemeinsam mit Cordula Fötsch von Gartenpolylog unseren Kompost genau unter die Lupe nehmen, um zu sehen, was er braucht, und ihn pflegen: Wir werden den Komposthaufen umgraben, wenden und düngen. Cordula wird uns durch diese Arbeit führen und ihr Wissen über Kompostierung mit uns teilen.

Kompost Tag #0
KOMPOSTIEREN, REPARIEREN, FÜRSORGE
Datum Freitag, 31. Oktober 2025
Uhrzeit 14:00–17:00 Uhr
Ort Kompostgarten im Innenhof der Universität für angewandte Kunst (Oskar-Kokoschka-Platz 2, 1010 Wien)
mit meandr
Praktische Hinweise Bringt Kompost für den Komposthaufen! Gartenkleidung und -schuhe sind von Vorteil; Gartenmesser, Gartenscheren und Gartenhandschuhe falls verfügbar.

©Andrea Lumplecker

TRANS*MUTATION LAB #2 DRYING
AN EXPLORATION IN COLLECTIVE MAKING, GROWING AND CORRESPONDING
Samstag 7. Juni 13 – 16 Uhr
hosted by Momo
Ort bei der Registrierung freigegeben

COMPOST CARE #15
EXKURSION ZUM KOMPOSTWERK DER MA48 – LOBAU
Freitag 6. Juni, 2025, 15 – 16 Uhr
hosted by Andrea Lumplecker
meeting point with bikes 14 Uhr compost heap OKP

©oleksa shevchenko

THE CARRIER BAG THEORY OF ANTI FICTION 3: NETTLES
Part 1:NETTLE GATHERING EXCURSION
Freitag 23. Mai, Treffpunkt 15 Uhr
hosted by Anna
Ort Hügelgarten at Kleine Stadtfarm

©oleksa shevchenko

COMPOST CARE #14
CARING FOR THE COMPOST GARDEN
Freitag 9. Mai 2025, 14–17 Uhr
hosted by Andrea Lumplecker
Gast workshop Sigrid Gerl 
Ort Kompostgarten, Hof im Hauptgebäude der Angewandten, Oskar-Kokoschka-Platz 2, A-1010 Wien

TRANS*MUTATION LAB #1 BREWING
AN EXPLORATION IN COLLECTIVE MAKING, GROWING AND CORRESPONDING
Samstag 3. Mai, 24. Mai (CANCELLED), 6. Juni 13 – 16 Uhr
(um die gesamte Erfahrung zu erhalten, empfehlen wir dringend, alle 3 Sitzungen zu besuchen, wenn möglich!)
hosted by Momo
Ort bei der Registrierung freigegeben
Anmeldung unter hontebeyrie.e@gmail.com

Wir haben damit begonnen, Kombucha zu brauen, uns gegenseitig kennenzulernen sowie den Raum und die Körper, die sich darin bewegen – und von ihm bewegt werden. Wir ließen die Zeit und Erzählungen sich entfalten, gären und miteinander in Verbindung treten. Eine Zusammenarbeit vieler Akteur:innen, moderiert von Momo.

THE CARRIER BAG THEORY OF ANTI FICTION
KOLLEKTIVER FLECHT- UND LESE NACHMITTAG
Freitag 2. Mai , 15–18 Uhr
hosted by Anna
Ort Studio der Klasse für Alle im Heiligenkreuzerhof
Anmeldung unter insta DM @anna.tanzt

©oleksa shevchenko
©oleksa shevchenko

Wir haben
-Brennnesseln gepflanzt
-und Himbeeren
-ein neues Hügelbeete gebaut und angelegt
-ein Kompostbeet in ein Minzebeet umwandeln
-Salat, Radieschen, Rucola als „Vorkultur“ gesät
-…

Am 7. März trafen wir uns zum ersten Mal in diesem Frühjahr/Sommersemester draußen im Kompostgarten, um langsam in Kontakt zu treten. Wir spazierten durch den Garten, um zu sehen, wie es den Obstbäumen, die wir umgepflanzt haben, den Moosen, Brennnesseln und anderen Pflanzen, die wir im letzten Jahr gepflegt haben, geht.
Wir machten Übungen, um unseren Kompostgarten auf sinnliche Weise kennenzulernen, um ihn nicht nur zu sehen, sondern auch auf viele verschiedene Arten zu spüren – zu hören, zu berühren, zu riechen, zu schmecken, … Wir kompostierten trockene Pflanzen, um Platz und Licht für kleine, wachsende Pflanzen zu schaffen. Wir haben sogar schon etwas Spinat, Rucola und Salat gesät.
Wir freuen uns sehr darauf, in diesem Jahr mit und in diesem Garten zu arbeiten und uns in Kompost- und Bodenfürsorge zu üben.

Das Foto zeigt ein gewebtes Textil aus der Sammlung von Elvira Espejo Ayca (in: Afterall, Ausgabe 55/56)
©Vik Bayer (1+3), Bio Design Lab / Living Library (2)

COMPOST CARE #6
Freitag 20.12.2024, 15–17 Uhr
end of the year compost care & Räuchern
hosted by Ivie Isibor (compost collective)
Treffpunkt compost heap im Hof des Hauptgebäudes am Oskar Kokoschka Platz

COMPOST CARE #5
Freitag 29.11.2024, 15–17 Uhr
compost Besuch in der Kleinen Stadtfarm
invited by Sigrid Gerl
Treffpunkt Kleine Stadt Farm
Naufahrtweg 14a
1220 Wien
Anfahrt mit den Öffis:
U2 bis Donaustadtbrücke, 93A bis Rallenweg

COMPOST CARE #4
Freitag 22.11.2024, 15–17 Uhr
SPINNING NETTLES
hosted by Vickie Ferreri (compost collective) & Pi Schuh

photos ©Vickie Ferreri

Brennesselpflanzen wachsen rund um unseren Komposthaufen – wir lieben ihre Widerstandsfähigkeit als auch ihre Schönheit. Vickie und Pi zeigten uns in diesem Workshop, wie wir die getrockneten Fasern zerteilen und zu festen Schnüren spinnen können.

COMPOST CARE #3
Freitag 15.11.2024, 15–17 Uhr
Bambus Flechten, compost care
hosted by compost collective